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Azzedine Alaïa: Der König des Cling

In dieser Reihe von Blogbeiträgen taucht Circa Vintage tief in die Geschichte einiger unserer Lieblingsmodedesigner ein. Heute ist Azzedine Alaïa, ein wahrer Meister der Veredelung der weiblichen Form, an der Reihe.

1935 in Tunesien geboren, wurde Azzedine Alaïa schon in jungen Jahren von den Vogue-Ausgaben inspiriert, die ihm die glamourösen französischen Freundinnen seiner Mutter gaben. Er studierte am tunesischen Institut für Bildende Künste, nachdem er über sein Alter gelogen hatte, um einen Studienplatz zu erhalten, und arbeitete anschließend als Assistent eines Schneiders. 1957, im Alter von nur 22 Jahren, zog er nach Paris und arbeitete für Marken wie Dior, Guy Laroche und Mugler.

 

Alaïa eröffnete schließlich in den 1970er Jahren sein eigenes Atelier, das trotz seiner geringen Größe eine große Anzahl prominenter Kunden, darunter Greta Garbo und Louise de Vilmorin, bediente. Mugler, Alaïa und Claude Montana wurden alle zum Synonym für den Aufstieg von klaren Linien und strukturierter Schneiderei, die die 1980er Jahre dominierten. Alaïas erste Konfektionskollektion debütierte zu Beginn des Jahrzehnts und erregte die Aufmerksamkeit einiger der größten Namen der Modemedien, darunter die französische Elle. Seine Kollektionen waren bekanntermaßen exklusiv und wurden in intimen Rahmen präsentiert, was das Geheimnis um die Marke Alaïa nur noch verstärkte.

Alaïas Designs sind sofort erkennbar an ihrer engen Passform, geschwungenen Linien, präzisen Nähten und der Vorliebe für Strickwaren. Seine Kleidung enthüllte den Körper, anstatt ihn zu verbergen, oft in gedeckteren Farbpaletten geschnitten, um die Struktur des Kleidungsstücks zur Geltung zu bringen. 1984 zum besten Designer des Jahres gekürt, setzte Alaïas Karriere ihren Höhenflug fort, mit der Eröffnung von Boutiquen in Paris, New York und Beverley Hills. Seine prominente Kundschaft erweiterte sich um Persönlichkeiten wie Grace Jones, Madonna, Tina Turner, Naomi Campbell und Janet Jackson.

Er arbeitete weiterhin gerne mit Privatkunden zusammen und produzierte bis Anfang der 2000er Jahre Konfektionskollektionen, in deren Rahmen er eine Partnerschaft mit der Prada-Gruppe einging. Alaïa blieb leidenschaftlich daran interessiert, seine Unabhängigkeit von der kommerziellen Modebranche zu behaupten, indem er diskreten Luxus bevorzugte und eine Aura der Exklusivität bewahrte. Bis zu seinem Tod im Jahr 2017 im Alter von 82 Jahren hatte er sich nicht nur als Visionär, sondern auch als einer der talentiertesten Modedesigner aller Zeiten etabliert, dessen Designs immer noch auf Laufstegen und roten Teppichen auf der ganzen Welt zu sehen sind.

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